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s'Lädele


In 3971 St. Martin, Zeil 22 steht das Selbstbedienungslädele vom


BIO Hof
Wolfgang Prager

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Dank der Initiative von Wolfgang Prager aus dem St. Martiner Ortsteil „Zeil“ konnte das alte Milchhaus bestehen bleiben. Der 33-Jährige baute es zu einem „Lädele“ um und bietet darin seine Bio-Produkte an. Sogar das Brotbacken hat er dafür erlernt.

„Das Milchhaus stand seit zwanzig Jahren leer und war deshalb auch in einem sehr desolaten Zustand. Es gab nur zwei Optionen: Entweder schleifen oder sanieren“, erklärt Wolfgang Prager, der vor zwei Jahren die Landwirtschaft von seinem Großonkel Franz Wandl gepachtet hat. Davor hat er 15 Jahre auf diesem Hof mitgearbeitet.

Prager entschied sich für die Sanierung. Er erneuerte Wände, Dach und auch die Fassade und richtete einen Bioladen ein. Daneben baute er einen Hühnerstall an. Die Bio-Eier von diesen glücklichen Hühnern werden gleich im seit Juni geöffneten „Lädele“ verkauft.

„Der Name meines neuen Ab-Hof-Verkaufsraumes kommt nicht von ungefähr. Mein Großonkel war einige Jahre im Kleinwalsertal und für mich selber ist das ein beliebtes Urlaubsdomizil“, erklärt der engagierte Biolandwirt, Jäger, Imker und Teichwirt.
Seine Produkte, wie Honig, Eier, Erdäpfel, Wild- und Rindfleisch und verschiedenste Produkte daraus, Marmeladen und Fruchtaufstriche sind im Selbstbedienungs-„Lädele“ täglich von 6 bis 11 Uhr erhältlich. Zusätzlich gibt es saisonale Produkte und Fische (gegen Voranmeldung auch zum Selberfischen) sowie Eierteigwaren, die aus Pragers Brucheier produziert werden.

Außerdem nimmt Prager jeden Sonntagmorgen den Brotofen seiner Urgroßmutter in Betrieb, das frische Brot gibt es dann gleich im Lädele. „Das Brotbacken habe ich mir in den letzten Monaten selber beigebracht. Die Nachfrage steigt“, erzählt der innovative Landwirt, der das „Lädele“ ohne Personal führt – Selbstbedienung ist angesagt.

Für Wolfgang Prager ist durch das „Lädele“ der Arbeitsaufwand natürlich gestiegen, aber: „Es ist ein weiteres Standbein in meiner kleinstrukturierten Landwirtschaft und es freut mich, wenn Regionales auch regional gekauft werden kann. Das ist Nachhaltigkeit.“

Aus www.noen.at